Italien-Kampagne des ETN findet breite Unterstützung
Prominente Unterstützung bei seiner Italien-Kampagne erhielt der ETN durch Conny Niedrig. Der Star der SAT1-Serie „Niedrig Kuhnt – Kommissare ermitteln“, setzt sich mit dem ETN dafür ein, die katastrophalen Lebensbedingungen der Hunde in den italienischen Canili zu verbessern. „Es ist erschreckend und traurig, wie Menschen mit Tieren umgehen. Und es tut weh, solche Bilder zu sehen.“ Besonders berührt Conny Niedrig, dass das Schicksal der Hunde in den Canili selbst in der italienischen Bevölkerung viel zu wenig bekannt ist.
Neben der Verbesserung der Lebensbedingungen für die Hunde in den Canili ist es für Conny Niedrig ein ganz wichtiges Ziel, die Hunde an tierliebe Menschen zu vermitteln. Die Besitzerin von zehn Hunden erklärt: „Es gibt sicherlich viele liebevolle Menschen, die gerne einen Hund aus den Canili aufnehmen würden, um ihm Liebe, Geborgenheit und ein zu Hause zu geben. Und jeder einzelne Hund in den Canili wäre wohl der glücklichste der Welt, wenn ihm dies passieren würde. Das sollte das Ziel sein.“ Mit der Italien-Kampagne fiel auch der Startschuss für die breit angelegte Zusammenarbeit zwischen dem ETN und Deutschlands größter Hunde-Community www.dogSpot.de. dogSpot.de hat alle 300.000 Mitglieder aufgerufen, sich an dem Protest gegen die italienischen Hundehöllen zu beteiligen und den ETN in seinem Engagement für bessere Lebensbedingungen für die Hunde in Italien zu unterstützen.
Bereits wenige Stunden nach Bekanntgabe der Kooperation hatten sich mehrere Hundert Mitglieder der Hunde-Community als aktive Unterstützer in die dogSpot-Liste eingeschrieben.
Auch über die Italien-Kampagne hinaus ist der ETN mit seinen Kampagnen und Aktionen auf Deutschlands größter Hunde-Community präsent. Der ETN unterstützt dogSpot.de außerdem bei wichtigen Themen und Fragen rund um den Tierschutz. Jeder, der etwas gegen die Grausamkeiten unternehmen möchte, die Tieren hier bei uns und über die Grenzen Deutschlands hinaus angetan werden, hat durch die Kooperation von ETN und www.dogSpot.de die Möglichkeit, sich gegen Missstände zu richten. Auf dogSpot.de können die Mitglieder mit wenigen Klicks auch Freunde informieren und diese zum Protest auffordern. Jeder, der die Online-Petition des ETN unterzeichnet trägt zur Verbesserung der Lebensbedingungen der rund 550.000 Hunde in den italienischen Lagern bei.
Unterzeichnen auch Sie die Online-Petition gegen die italienischen Hundelager unter www.etn-ev.de und unterstützen Sie die Aktion zusätzlich auf dogSpot.de unter www.dogSpot.de/italien-hunde (Quelle: ETN-ev.de)
Kanada will 390 000 Robben töten: ETN e.V. und Project Blue Sea protestieren gegen geplantes Robbenmassaker
Kanada plant, in diesem Jahr 390.0000 Robben zu töten, 50.000 Tiere mehr als noch im vergangenen Jahr. Trotz EU-Handelsverbot für Robbenprodukte hält Kanada an der Jagd fest. „Es ist schizophren. Obwohl wichtige Märkte weggebrochen sind und sich die Preise für Felle im Keller befinden, beharren die Kanadier auf diese grausame und unnütze Jagd“, kritisiert Sascha Regmann von der Meeresschutzorganisation Project Blue Sea, dem Partner des ETN e.V. Der ETN e.V. und Project Blue Sea protestieren gegen diese grausamen Pläne.
Das Verhalten der kanadischen Politiker erscheint grotesk. Um der Robbenjagd eine uneingeschränkte Legitimation zu verschaffen und den Jägern Rückendeckung zu geben wird seit Neuestem in der Kantine des Parlaments in Ottawa Robbenfleisch auf der Speisekarte angeboten. Dies zog man in der Vergangenheit aufgrund des derben, unbeliebten Fleischgeschmacks noch nie in Erwägung.
Auch im Rahmen des G7 Finanzgipfels im kanadischen Iqaluit wurden erst kürzlich provokanterweise den Teilnehmern Robbenfleisch und Präsente aus Robbenfell angeboten. Die ausländischen Politiker reagierten auf diese Provokation, blieben dem Essen fern und verzichteten auf die Geschenke. „Wir begrüßen dieses konsequente und deutliche Verhalten der Politiker“, lobt Regmann. „Wir wünschen uns, dass die internationale Politik und allen voran die EU Kanada weiterhin unzweifelhaft deutlich macht, dass das Töten der Robben ein Ende finden muss.“
Fischereiministerin Gail Shea ist unterdessen in Sachen Robbenvermarktung unterwegs. Sie reiste nach China, um im Rahmen einer Pelz- und Lederproduktmesse für innigere Handelsbeziehungen zu werben. Auch wurde bei der Welthandelsorganisation (WTO) mittlerweile formal Einspruch gegen das EU-Handelsverbot eingelegt.
Die Situation für die Robben ist in diesem Jahr auch ohne eine Jagd schon schlimm genug. Die Eisschicht ist an der Nordostküste Kanadas derzeit sehr dünn und brüchig. Es ist zu befürchten, dass ein Großteil der neugeborenen Tiere in dieser Saison ertrinken wird. Denn es dauert einige Wochen, bis die Robbenbabys ihr Embryonalfell verlieren und ein schwimmfähiges Fell nachwächst.
Das weltweit größte Massaker an Meeressäugetieren forderte in den vergangenen fünf Jahren bereits mehr als eine Million Opfer. Die Fangquote für die „Robbenernte“ 2010: 330.000 Sattelrobben, 50.000 Kegelrobben und 8.200 Klappmützenrobben. Die Jagd beginnt in wenigen Tagen, der Termin wird kurzfristig von Fischereiministerin Shea bekannt gegeben.
Unterstützen Sie den Protest von ETN und Project Blue Sea gegen das Massaker unter www.projectbluesea.de (Quelle: ETN-ev.de)
Überwältigender Zuspruch für Italien-Kampagne des ETN
Über 17.000 Menschen haben innerhalb von wenigen Wochen die Petition gegen die Massenlager in Italien unterschrieben. Das ist ein überwältigender Erfolg. Diese großartige Resonanz zeigt, wie sehr das Schicksal der Hunde die Menschen erschüttert. Daher hat sich der ETN zum Ziel gesetzt, innerhalb der nächsten drei Wochen die Marke von 20.000 Unterschriften zu überschreiten. Denn 20.000 Unterschriften sollen dem italienischen Botschafter in Deutschland überreicht werden. Daher appellieren wir an alle Besucher der ETN-Seite: Helfen Sie den Hunden in den Canili! Unterschreiben Sie die Petition! Tragen Sie dazu bei, dem italienischen Botschafter die beeindruckende Zahl von 20.000 Unterschriften überreichen zu können! Mit Ihrer Hilfe können wir die Missstände in den Hundelagern in Italien beenden! Hier der ganze Bericht (Quelle: ETN-ev.de)
Bella Italia ...oder die Hundehölle: ETN startet Kampagne gegen die Hundelager in Italien
Immer wieder erreichen den ETN Berichte und Bilder von den katastrophalen Zuständen in Italiens Hundelagern. Auf Bitten zahlreicher italienischer Tierschützer habe ich mich deshalb zum Jahresende 2009 auf den Weg nach Italien gemacht, um die Situation in den Lagern persönlich in Augenschein zu nehmen. Ganze sieben dieser Canili konnte ich von innen besichtigen. Das, was ich dort zu sehen bekam, übertraf meine schlimmsten Befürchtungen.
Staatsgelder für die Hundehölle
Die Reise begann in der Toskana und führte mich über Rom bis nach Neapel. In der Toskana arbeitet seit fast zwei Jahrzehnten unser Partner SOS Animali International* unter Leitung von Helga Selzle-Wallrath. Dank ihrer sehr guten Kontakte in Italien wurden mir Türen geöffnet, die sonst für die Öffentlichkeit verschlossen bleiben. Türen, die direkt in die Hundehölle führen ...Wie kann man diese Zustände erklären, wo es doch in Italien seit 1991 ein ganz passables Tierschutzgesetz gibt, das u.a. die Tötung von Streunern untersagt? Ganz einfach: Da Gemeinden mit der Unterbringung der Hunde überfordert waren, wurden Privatfirmen mit dem Unterhalt der Auffanglager betraut. Zwischen 1,80 Euro und 7,- Euro erhält der Betreiber am Tag pro Tier. Das „Einlagern" von Hunden in Massenlagern ist damit in Italien zum lukrativen Geschäft geworden. Profitabel werden die Tierheime dadurch, dass die Tiere nur unzureichend gefüttert werden und keine medizinische Versorgung erhalten. Je mehr Tiere, desto besser - für den Betreiber! Kein Wunder also, dass es Lager gibt, in denen bis zu 2.000 Hunde sitzen. Hier der ganze Bericht (Quelle: ETN-ev.de)
Erfolg für den Tierschutz: Fragwürdige Experimente mit Schweinen in Österreich abgebrochen
Much, 15.1.2010. Dank massiver Proteste wurden gestern Abend die umstrittenen Experimente im österreichischen Sölden abgebrochen. Auch der ETN hatte öffentlich protestiert und den sofortigen Stopp der fragwürdigen Versuche gefordert. Die Forscher wollten 29 Schweine in einer künstlichen Lawine vergraben, damit sie in den Schneemassen erfrieren oder ersticken. Durch die Versuche wollten sie Informationen über das Sterben von Verschütteten erhalten. Hiergegen protestierten neben Tierschützern auch Politiker, da sie erhebliche Zweifel am Erkenntnisgewinn für die Wissenschaft und der ethischen Vertretbarkeit der Experimente hatten.
„Wir freuen uns außerordentlich, dass wir mit unserem Protest Erfolg hatten und keine weiteren Schweine in einem qualvollen Versuch leiden und sinnlos sterben müssen“, kommentiert Dieter Ernst, Geschäftsführer des ETN, die Entscheidung. Zugleich appelliert er an die Verantwortlichen, jeden Antrag auf Tierversuche sehr kritisch zu prüfen: „Der Vorfall zeigt, dass immer noch sehr leichtfertig Genehmigungen für Vorhaben erteilt werden, deren ethische Vertretbarkeit mehr als fragwürdig ist.“ Zudem weist Ernst darauf hin, dass es für viele Versuche bereits Ersatzmethoden gibt, die vielfach zu wissenschaftlich wesentlich aussagekräftigeren Ergebnissen führen als Experimente mit Tieren.
Trotz des Stopps sind in dem am Dienstag dieser Woche gestarteten Experiment zehn Schweine gestorben. Sie waren an Geräte angeschlossen und im Schnee begraben worden. Die Forscher verfolgten das Sterben der Tiere, auch, um den Tod durch Erfrieren zu erforschen. (Quelle: ETN-ev.de)
Sterbende Hündin an Autobahn aufgegriffen: ETN setzt Belohnung auf Ergreifung des Tierquälers aus und stellt Strafanzeige
Much, 12. Januar 2010. Der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) hat eine Belohnung in Höhe von 500 € für die Ergreifung des Tierquälers ausgesetzt, der nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen eine todkranke Hündin an der Autobahn ausgesetzt hat. An die Bevölkerung appelliert er, Hinweise, die zur Ergreifung des Tierquälers führen, bei der örtlichen Polizeidienststelle oder dem ETN zu melden. Außerdem erstattet der ETN Anzeige gegen Unbekannt.
Die Hündin war an Silvester an der Autobahn München - Stuttgart aufgegriffen worden. Feuerwehrleute retteten das Tier und brachten es in ein Tierheim. Dort starb die Hündin wenige Tage später - sie hatte Krebs im Endstadium. Da das Tier bisher nicht als vermisst gemeldet wurde ist davon auszugehen, dass der todkranke Hund willentlich ausgesetzt wurde. Mehr zum Thema lesen Sie bitte auch hier
Wer kennt diese Hündin und kann Hinweise auf den Halter geben? Hinweise auf den Halter oder den Täter nimmt der ETN oder die zuständige Polizeiwache in Dachau entgegen.
„Wir möchten, dass diese zutiefst verabscheuungswürdige Tat gesühnt wird", erklärt Dieter Ernst, Geschäftsführer des ETN. „Daher bitten wir die Bevölkerung, uns bei der Suche nach dem Täter zu helfen, damit er seiner gerechten Strafe zugeführt werden kann." Bei der kranken Hündin handelt es sich um einen rehbraunen Ridgeback-Mischling. Ihr ganzer Körper war mit Geschwüren übersät.
Tierquälerei ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch ein Straftatbestand, der nach dem Tierschutzgesetz mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldbuße von bis zu 25.000 € bestraft werden kann. „Die Tat zeugt von einer Rohheit, die mit der Höchststrafe des Gesetzes geahndet werden sollte", betont Dieter Ernst. (Quelle: ETN-ev.de)
Fragwürdige Experimente mit Schweinen in Österreich: ETN fordert sofortige Einstellung der Versuche
Much, 14.1.2010. Im österreichischen Sölden sollen 29 Schweine in einer künstlichen Lawine vergraben werden, um in den Schneemassen zu erfrieren oder zu ersticken. Die Forscher wollen mit diesem Experiment Informationen über das Sterben von Verschütteten erhalten. Die Versuche haben am Dienstag dieser Woche begonnen und sollen 14 Tage dauern. Der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) fordert die sofortige Einstellung dieser Versuche. Damit unterstützt er den österreichischen Tierschutzverein, der bereits Protest gegen das Experiment eingelegt hat.
„Die Leiden der Schweine bei diesem Tierversuch hilft keinem Lawinenopfer und rettet kein Menschenleben. Das Experiment ist aus unserer Sicht überflüssig. Wir fordern daher den sofortigen Stopp dieser grausamen und mehr als fragwürdigen Versuche", erklärt Dieter Ernst, Geschäftsführer des ETN.
Bei dem Versuch werden die Schweine an Geräte angeschlossen und im Schnee begraben. Die Forscher verfolgen das Sterben der Tiere, das sich je nach Größe der Atemhöhle über Stunden hinziehen kann. Andere Versuche dienen dazu, den Tod durch Erfrieren zu erforschen. Zwar heißt es, dass die Schweine vor dem Versuch narkotisiert werden. Jedoch ist in diesem Fall danach zu fragen, welchen Erkenntnisgewinn sich die Forscher von den Experimenten versprechen, da eine Narkose das Ergebnis der Untersuchung verfälschen würde.
Der ETN schlägt vor, statt Geld in solch zweifelhafte Forschung zu stecken, mehr in die Aufklärung von Wintersportlern und in die Entwicklung von Lawinensuchgeräten zu investieren. So ließen sich Menschenleben retten. (Quelle: ETN-ev.de)
Wühltischwelpen – nein Danke! Tierschutzorganisationen machen gegen grausamen Welpenhandel mobil
Much, Hattersheim, Pfullingen, 3. Dezember 2009. Der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN), TASSO e.V. und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) starten eine gemeinsame Kampagne gegen den grausamen Handel mit Hundewelpen. Unter dem Slogan „Wühltischwelpen – nein Danke!“ realisieren sie ab Dezember eine breit angelegte Aufklärungsoffensive. Ziel ist es, die Missstände des illegalen und unseriösen Hundehandels offen zu legen und damit das zehntausendfache Tierleid zu beenden. Neben der Aufklärung bieten sie Betroffenen auch Hilfestellung, um die Machenschaften der Hundemafia öffentlich anzuprangern.
„Der unseriöse Hundehandel floriert – im Ausland und in Deutschland. Zu Schleuderpreisen werden Welpen aller Rassen auf Parkplätzen aus dem Kofferraum heraus verkauft. Die Händler locken die Kunden mit Dumpingpreisen für einen Rassehund. Vielfach kaufen die Interessenten das kleine Fellbündel aus Mitleid, um ihm ein liebevolles zu Hause zu geben“, so die drei Initiatoren der Kampagne.
„Beim Geschäft mit der Ware Hund zählt nur die Profitmaximierung“, kritisiert Heinz Wiescher, Präsident des ETN. „Aus Profitgier werden die Tiere nicht geimpft, schlecht genährt und viel zu früh von der Mutter getrennt. Die Folge: Die meisten Welpen sind krank, leiden ihr Leben lang unter den Folgen dieser tierquälerischen Behandlung oder sterben jämmerlich noch im Welpenalter.“
„Bei uns melden sich viele Betroffene, deren Welpen trotz intensiver tierärztlicher Behandlung nicht gerettet werden konnten“, berichtet Philipp McCreight von TASSO. „Diese Menschen sind traurig und verzweifelt, weil sie ihren Hund verloren haben. Ihnen wollen wir die Möglichkeit geben, ihre Erfahrungen öffentlich zu machen, um andere vor solchen Kaufentscheidungen zu schützen, denn jeder Kauf, auch aus Mitleid, unterstützt diese skrupellosen Hundevermehrer und gefährdet Hundeleben.“
Dr. Jörg Styrie vom bmt empfiehlt tierlieben Menschen, die sich einen Hund anschaffen möchten: „In den Tierheimen warten Hunde jeden Alters auf ein neues Zuhause. Darunter viele Welpen und Rassehunde. Vergessen Sie bitte auch nicht, dass gerade in den süd- und osteuropäischen Ländern neben ausgewachsenen Straßenhunden auch täglich unzählige Welpen getötet werden, weil es für sie keinen Platz auf dieser Welt gibt. Seriöse Tierschutzorganisationen sind Ihnen gerne behilflich, einen Welpen aus dem Ausland zu adoptieren.“
Ein Positionspapier von Tasso, ETN und bmt, um seriöse Tierschutzorganisationen zu erkennen sowie eine Postkarte zur Aufklärung über den unseriösen Welpenhandel erhalten Sie über www.tasso.net. Außerdem finden Betroffene hier ein Formular, um ihre Erfahrungen öffentlich zu machen. Den Aufklärungsfilm des ETN über den unseriösen Welpenhandel finden Sie auf www.etn-ev.de sowie auf www.tasso.net.
ETN setzt Belohnung auf Ergreifung des Tierquälers von Koppenbrück aus
Häufung grausamer Tierquälerei erschreckend
Much, 12. November 2009. Der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) hat eine Belohnung in Höhe von 500 € für die Ergreifung des Tierquälers ausgesetzt, der in Koppenbrück (Brandenburg) einen Hund ertränkt hat. Außerdem erstattet er Anzeige gegen Unbekannt. Der Hund war am Wochenende in einem Seitenarm der Jäglitz gefunden worden. Der Täter hatte ihm die Schnauze zugeklebt, bevor er ihn im Fluss ertränkt hat. Dieser Fall von Tierquälerei ist ein neuerlicher trauriger Höhepunkt einer ganzen Reihe von Meldungen über misshandelte Tiere.
„Diese grausame und zutiefst verabscheuungswürdige Tat darf nicht ungesühnt bleiben“, erklärt Dieter Ernst, Geschäftsführer des ETN und appelliert: „Wir bitten die Bevölkerung, uns bei der Suche nach dem Täter zu helfen, damit er seiner gerechten Strafe zugeführt werden kann.“ Zugleich äußert Dieter Ernst seinen Abscheu über die Häufung von Fällen grausamer Tierquälerei: „Die Verrohung auch in Bezug auf den Umgang mit Tieren ist erschreckend und darf nicht einfach schweigend hingenommen werden.“ Erst im August dieses Jahres musste der ETN zwei misshandelte Kamerunschafe in seiner Auffangstation auf Hof Huppenhardt aufnehmen. Unbekannte hatten ihnen mit stumpfen Gegenständen die Knochen zertrümmert. Ein Schaf ist durch die Schläge auf den Kopf erblindet.
Tierquälerei ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch ein Straftatbestand, der nach dem Tierschutzgesetz mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldbuße von bis zu 25.000 € bestraft werden kann. „Die Tat in Koppenbrück zeugt von einer Rohheit, die mit der Höchststrafe des Gesetzes geahndet werden sollte“, betont Dieter Ernst.
Bei dem getöteten Hund handelt es sich um einen ca. 60 cm langen schwarzen Mischling. Der Hund hatte zum Zeitpunkt des Todes ein rotes Flohhalsband um. Die Tat geschah einem Zeugen zufolge wahrscheinlich bereits am 2. oder 3. November. Hinweise auf den Halter oder den Täter nimmt der ETN oder die zuständige Polizeiwache in Kyritz entgegen.(Quelle: ETN-ev.de)
Erfolgreiche Tierschutzaktion des ETN in Serbien: Tierärztin sieht Belgrad auf einem guten Weg zur Verbesserung des Tierschutzes
Much, 12. November 2009. Nach fast dreiwöchigem Einsatz in Belgrad zieht die ETN-Tierärztin Dr. Susan Kohlhause ein positives Fazit: Annähernd 500 Tiere konnte sie mit ihren Kollegen in dem neu errichteten Kastrationszentrum in der Hauptstadt Serbiens medizinisch behandeln. Alle Tiere ? vorrangig Hunde ? wurden auch kastriert, um die Streunerpopulation zu begrenzen. Die 27-jährige Veterinärmedizinerin aus Göttingen, die zum Tierärztepool des ETN gehört, sieht die Maßnahmen der Stadt Belgrad als wesentlichen Schritt auf dem Weg zu einem funktionierenden Tierschutz. Am Freitag geht es weiter nach Menorca, wo besonders viele wild lebende Katzen auf die Hilfe der Tierärztin warten.
Die Stadt Belgrad ist auf einem guten Weg und ich hoffe, diese positive Entwicklung wird weiter anhalten und auf ganz Serbien ausstrahlen, wünscht sich Kohlhause. Allerdings ist sie auch realistisch: Serbien steht im Tierschutz noch ganz am Anfang. Erst im Juni dieses Jahres wurde ein Tierschutzgesetz verabschiedet. Das Kastrationszentrum in Belgrad ist gerade erst errichtet worden und wurde von den Tierärzten des ETN eingeweiht.
Die 485 Tiere, die ihr ins Kastrationszentrum gebracht wurden, wurden untersucht, behandelt, geimpft, kastriert, gechipt und registriert. So wird verhindert, dass sich Krankheiten ausbreiten und die Populationen vergrößern. Außerdem wird die Bevölkerung für die Bedürfnisse der Tiere sensibilisiert und aufgeklärt. Denn nur wenn sich die Menschen ihrer Verantwortung der Tiere gegenüber bewusst sind, lässt sich eine dauerhafte Verbesserung der Situation erreichen, so Kohlhause.
Seit einigen Jahren schon engagiert sich der ETN in Serbien und weiß daher, wie schwer es die Tierschützer vor Ort haben: Da Serbien kein typisches Urlaubsland ist, bekommen die wenigen einheimischen Tierschutzorganisationen auch wenig Unterstützung aus dem Ausland. Umso beeindruckender sind die Erfolge die innerhalb der letzten Jahre in Sachen Tierschutz errungen werden konnten.
Doch noch immer werden in Serbien viel zu oft Tiere ausgesetzt, misshandelt und getötet. Tiere, die ihr zu Hause verloren haben, haben große Schwierigkeiten sich an ein Leben auf der Straße zu gewöhnen. Sie suchen den Kontakt zum Menschen und können nicht verstehen, warum sie plötzlich allein sind. Auch das Überleben auf der Straße ist schwierig. Krankheiten, Misshandlungen und Autounfälle sind an der Tagesordnung, berichtet die Tierärztin aus eigener Anschauung. Diese verletzten, kranken Tiere haben niemanden, der sich um sie kümmert. Sie bekommen keine medizinische Versorgung. Das soll sich nun auch dank der Hilfe des neu eingesetzten Bürgermeisters ändern. Insgesamt drei Kastrationszentren sollen entstehen, in denen die Tiere nicht nur medizinisch versorgt werden, sondern über die die Tiere auch in tierliebe Hände vermittelt werden sollen.
Tierelend gibt es überall auf der Welt, davor ist kein Land gefeit. Wichtig ist, dass es Menschen gibt, die sich dieses Themas annehmen und versuchen eine Besserung herbei zu führen, erklärt Kohlhause. In diesem Jahr war sie bereits auf den Inseln Teneriffa und Kos im Einsatz, am Wochenende geht es für zehn Tage nach Menorca. Über 1.000 Tiere hat sie bisher allein in 2009 bei ihren Einsätzen kastriert und medizinisch versorgt. Angesichts des vielen Tierelends, das sie überall zu sehen bekommt, wünscht sie sich, dass jeder Mensch, der ein Tier hält, sich auch seiner Verantwortung ihm gegenüber bewusst ist und ihn als Partner und nicht als Gegenstand sieht, dessen man sich einfach entledigen kann. Die Freude und Zuneigung, die die Tiere uns Menschen schenken, sollten wir ihnen mit einem verantwortungsvollen Umgang danken.
Europäischer Tier- und Naturschutz e.V.
Hilfe für Tiere im In- und Ausland ...
... denn Tierleid kennt keine Grenzen!
Bitte helfen auch Sie, damit solche Projekte möglich sind!
(Quelle: ETN-ev.de)
Erfolgreiches Tauben-Management in Aachen: Bericht über vorbildliches Projekt in „Tiere suchen ein Zuhause“
Am Sonntag, 8. November 2009 stellt der WDR im Rahmen der Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ das erfolgreiche Tauben-Management der Stadt Aachen vor. Der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) und die Stadt haben gemeinsam ein vorbildliches Modell entwickelt, um die Taubenpopulation und die damit verbundenen Folgen zu begrenzen. Aachen ist mit diesem Projekt, neben Augsburg und Tübingen, zum Vorreiter für andere Städte in Deutschland und sogar in den Niederlanden geworden. Das mit dem Tierschutzpreis des Landes NRW ausgezeichnete Modell kann auch für andere Städte einen Weg zur tiergerechten Bestandskontrolle der Taubenpopulation weisen.
Eine zentrale Maßnahme zur Begrenzung der Stadttauben-Population bestand darin, wilde Brutplätze zu schließen und in unmittelbarer Nähe Taubenschläge einzurichten. Hier können die Tiere versorgt und ihre Gelege gegen Gipsattrappen ausgetauscht werden. Die Erfolge geben dieser Maßnahme Recht: Der Tauben-Nachwuchs wurde begrenzt und die Kotbelastung an den Fassaden verringert. „Das Tauben-Management in Aachen zeigt, dass tiergerechte Maßnahmen langfristig erfolgreich sind“, kommentiert Dieter Ernst, Geschäftsführer des ETN, die Ergebnisse.
Seit 1995 setzt sich der ETN e.V. in einem Bündnis aller Aachener Tier- und Naturschutzvereine als „AG Stadttauben“ gemeinsam mit der Stadt für die tiergerechte Bestandskontrolle der Tauben ein. Fazit: Bislang konnten zehn Taubenschläge in Aachen errichtet werden. Die Kosten für Futterstellen, tierärztliche Behandlungen kranker Tiere sowie die Unterhaltung einer Taubenauffangstation trägt der Tierschutz. Die Kosten für die Errichtung der Taubenschläge und für deren laufenden Unterhalt trägt die Stadt Aachen.
Neben einigen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die als Anerkennung ihrer Arbeit eine Aufwandsentschädigung erhalten, wurde zudem die bundesweit erste städtische Taubenwartin angestellt. Sie betreut die Schläge und bearbeitet die Problemfälle in der Stadt. Außerdem rückt sie auch immer wieder zu Notfällen aus. „Wir sind sehr glücklich über das bisher Erreichte und danken allen Beteiligten – vor allem auch der Stadt für ihr Engagement“, so Dieter Ernst. (Quelle: ETN-ev.de)
Glückliche Ankunft der geretteten Fohlen in Much: Europäischer Tier- und Naturschutz e.V. rettet neun Tiere vor dem Tod
Much, 28. Oktober 2009. Neun Fohlen konnte der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) am 27. Oktober 2009 auf der Fohlen-Versteigerung in Maishofen vor dem Schlachter retten. Er ersteigerte die Tiere und brachte sie anschließend in Pferdetransportern auf den ETN-Tierschutzhof Huppenhardt in Much. Mit dieser Aktion rettete der ETN die Tiere vor dem Transport nach Italien oder Frankreich, um dort geschlachtet zu werden. Insgesamt wurden auch in diesem Jahr wieder mehr als 3.000 Fohlen bei den Auktionen in Österreich und Deutschland versteigert.
Es ist kurz vor Mitternacht, als die sechs Hengst- und drei Stutfohlen die Pferdetransporter verlassen können. Über zwölf Stunden hat die Fahrt gedauert – von der Auktionshalle mit den brüllenden Viehhändlern und Metzgern bis zu den ruhigen Wiesen auf Hof Huppenhardt in Much. Der Hof ist in helles Scheinwerferlicht getaucht, als die Fohlen unsicher den Transporter verlassen. Auch die ersten Schritte auf der Weide sind noch zaghaft und vorsichtig. Doch schon nach wenigen Minuten drehen sie in leichtem Trab ihre Runden über die Wiesen. Es wird wohl noch ein paar Tage dauern, bis sie sich von den Strapazen der Reise und dem Schock, von der Mutter getrennt zu werden, erholt haben.
„Bei der Versteigerung haben sich wieder dramatische Szenen abgespielt“, berichtet Wolfgang Stephanow vom ETN, der vor Ort war. „Wir haben auch in diesem Jahr einige verletzte Tiere gesehen. Fohlen mit gebrochenen Vorderläufen, die verzweifelt aufzustehen versuchten und immer wieder zusammenbrachen.“ Ohne Rücksicht auf die Verletzungen und die Ängste der jungen Tiere trieben die vielfach alkoholisierten Händler die Fohlen mit ihren Müttern in die Auktionshalle. „Nach dem Verkauf wurden die Fohlen von ihren Müttern getrennt“, beschreibt Stephanow weiter. „Die Schreie der jungen Tiere waren überall zu hören und hallen mir jetzt noch in den Ohren.“
Der ETN will mit der Ersteigerung der Fohlen auf die Missstände aufmerksam machen. „Wir fordern ein Ende der Zucht von Haflingern für das kurze Touristenvergnügen und den Schlachthof“, erklärt Stephanow. „Außerdem fordern wir von der EU ein Ende der Subventionen für die Zucht von Norikern, die dann ebenfalls als Fohlen nach Italien und Frankreich transportiert werden, um dort geschlachtet zu werden.“ (Quelle: ETN-ev.de)
Beginn einer neuen Tierschutz-Ära in Serbien: Stadt Belgrad unterstützt Kastrationsprojekte
Much, 15. Oktober 2009. Am 21. Oktober 2009 weiht die Stadt Belgrad ein neu errichtetes Kastrationszentrum ein. Die Tierärzte des Europäischen Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) werden als erstes Team das Zentrum nutzen. Mit der offiziellen Unterstützung von Kastrationsaktionen zur Begrenzung der Streunerpopulationen beginnt eine neue Ära in der serbischen Hauptstadt, in der rund 150.000 Streuner leben. Bislang lebten und starben Tausende Hunde in Belgrad unter katastrophalen Bedingungen. Seit Jahren engagieren sich der ETN und Tierschützer vor Ort für das Ende der grausamen Tiertötungen.
Nach zahlreichen Gesprächen ist es dem ETN und seinen Mitstreitern vor Ort gelungen, die Regierung der Stadt Belgrad davon zu überzeugen, dass die Zahl der Streuner einzig durch Kastrationen nachhaltig begrenzt werden kann. Die Verantwortlichen der Stadt befürworten die Maßnahme ausdrücklich, haben den Bau eines Kastrationszentrums unterstützt und die Tierärzte des ETN eingeladen, die Kastrationen durchzuführen. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt Belgrad ist vorbildlich“, erklärt Dieter Ernst, Geschäftsführer des ETN e.V. „Die ersten Erfolge zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Daher danken wir der Stadt für ihre Unterstützung und ihr Engagement.“
Rita Lünsmann, erste Vorsitzende der Tierhilfe direkt e.V. aus Bremervörde, ist ETN-Partner vor Ort. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensbedingungen der Streuner zu verbessern, seit sie bei einem Besuch die ausgehungerten und zum Teil misshandelten Tiere gesehen hat. „Die unvorstellbare Not der Hunde in Serbien hat mich nicht mehr losgelassen“, schildert Lünsmann den Grund für ihr Engagement. Ein Jahr dauerte es, bis sie 1996 in Serbien das erste kleine Tierasyl eröffnete und beginnen konnte Kastrationsaktionen durchzuführen. Für diese Pionierarbeit in einem Land, in dem der Tierschutz „noch in den Kinderschuhen steckt“, wurde sie am 11.10.2009 mit dem Tierschutzpreis der Hans-Roenn-Stiftung ausgezeichnet.
„In Serbien ist das Wort ‚Tierschutz‘ noch nahezu unbekannt. Dadurch, dass es fast keinen Tourismus gibt, dringt die katastrophale Situation der Tiere so gut wie gar nicht an die Öffentlichkeit“, schildert Christina Jevtic' von Euro-P.a.s. die Situation. Die mit einem Serben verheiratete Münchnerin kämpft an der Seite der Tierhilfe direkt in Serbien. In Belgrad wurden bislang alle Hunde, so Christina Jevtic', die nicht erwünscht sind, von Hundefängern eingesammelt. Die Tiere wurden in einem winzigen Raum ohne Wasser und Futter zusammengepfercht. Nach sieben bis zehn Tagen wurden sie getötet – wenn sie bis dahin überlebt haben. Die meisten Tiere haben sich vorher gegenseitig aus Angst oder Hunger totgebissen oder sich mit Krankheiten angesteckt, an deren Folgen sie entweder schnell verendeten oder qualvoll dahinvegetierten. Tiere, die nach zehn Tagen noch nicht tot waren, wurden mit dem verbotenen Nervengift T61 getötet.
Wegen der langjährigen Erfahrungen bei Kastrationsaktionen ist der ETN gebeten worden, als erste Tierschutzorganisation sein Tierärzteteam nach Belgrad zu schicken, um Streuner zu kastrieren. Um weiterhin solche wegweisenden Projekte zu realisieren, ist der ETN auf Unterstützung durch eine Mitgliedschaft im ETN oder eine Spende angewiesen. Das Spendenkonto lautet: ETN e.V., Dresdner Bank, BLZ 370 800 40, Konto 02 14 24 30 01. (Quelle: ETN-ev.de)
Fohlenauktionen in Maishofen in vollem Gange: Das langsame Sterben nach einem kurzen Leben
Much, 21. Oktober 2009. Am 27. Oktober 2009 findet die letzte der diesjährigen Fohlen- und Stutenauktionen in Maishofen statt. Insgesamt werden es wieder mehr als 3.000 Tiere gewesen sein, die in diesem Herbst in Deutschland und Österreich versteigert wurden. Nach einem kurzen Leben finden sie ein qualvolles Ende und sterben nach tagelangen Transporten in italienischen Schlachthöfen. Um auf das Schicksal der Pferde aufmerksam zu machen, wird der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) auch in diesem Jahr vor Ort sein und wenigstens einige der Tiere retten.
Seit Jahren blüht das lukrative Geschäft vor allem mit Norikern und Haflingern. Die Hoffnung vieler Züchter liegt darin Fohlen zu produzieren, die den Rassestandards entsprechen. Diese sind begehrt und erzielen Höchstpreise. Auch die Touristikindustrie profitiert, schließlich erfreuen die Fohlen im Sommer die Touristen auf den Bauernhöfen. Alle Tiere, die nicht den Rassestandards entsprechen, werden im Herbst als „Ausschuss“ zu Fleisch und Wurstwaren verarbeitet. Zwischen 400 und 700 Euro liegt der nach Kilogrammpreis berechnete „Warenwert“ der Fohlen und Stuten. Den Angaben der Bauern und Züchter zufolge enden ca. 90 Prozent aller Fohlen beim Schlachter, bei Hengstfohlen sind es sogar nahezu 96 Prozent.
Lukrativ ist das Geschäft auch durch die EU-Subventionen: Denn die Produktion von Norikern wird unter dem Deckmantel der Förderung seltener Haustierrassen von der EU gefördert. „Da Fohlenfleisch beispielsweise in Italien als Delikatesse gilt und die EU den Bau von Schlachthöfen in strukturschwachen Regionen, wie in Süditalien, fördert, werden die Tiere dorthin transportiert“, erklärt Dieter Ernst, Geschäftsführer des ETN. „Die zum Teil verletzten und völlig verängstigten Fohlen sind tagelang zu ihrem Schlachter unterwegs. Bis sie das Ende ihres kurzen Lebensweges erreichen haben die Tiere eine unvorstellbare und grausame Odyssee hinter sich und sind bisweilen mehr tot als lebendig. Und auch die Tötung der Tiere ist grausam: Da die Betäubung oftmals nicht exakt gesetzt werden kann, erleben die Tiere ihr Sterben bei vollem Bewusstsein.“
Während in Italien noch geschlachtet wird, kommen in Österreich und Deutschland schon die nächsten Fohlen zur Welt. Um Fohlen und Stuten vor diesem grausamen Schicksal und dem Tod zu bewahren, ist der ETN auf Unterstützung angewiesen - durch eine Mitgliedschaft im ETN oder eine Spende. Das Spendenkonto lautet: ETN e.V., Dresdner Bank, BLZ 370 800 40, Konto 02 14 24 30 01. (Quelle: ETN-ev.de)
Kein Kormoranabschuss an der Sieg: Einstweiliger Rechtsschutzantrag der Tier- und Naturschützer war erfolgreich!
Rhein-Sieg-Kreis, 5.10.2009: Der geplante Abschuss von Kormoranen an der Sieg ist ohne förmliches Befreiungsverfahren unzulässig. Das hat das Verwaltungsgericht in Köln am 1.10.2009 beschlossen. Damit dürfen die Vögel im Jahr 2009 nicht mehr getötet werden, die tiefgreifende Störung auch anderer Vogelarten wurde abgewendet. Der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN), das Komitee gegen den Vogelmord e.V. sowie der klagende Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in NRW begrüßen den Beschluss, da hierdurch der Abschuss leidensfähiger Wirbeltiere verhindert und das Tötungsverbot des Tierschutzgesetzes erfüllt sei.
Der Rhein-Sieg-Kreis hatte bereits zum zweiten Mal auf Antrag der Sieg-Fischerei-Genossenschaft den Abschuss von Kormoranen an der Sieg gestattet, ohne die anerkannten Naturschutzverbände förmlich zu beteiligen. „Dem BUND wurde allerdings nicht nur das ihm gesetzlich zustehende Beteiligungsrecht verweigert, sondern zugleich die Möglichkeit einer späteren gerichtlichen Überprüfung durch das Verwaltungsgericht genommen.“ sagt Dr. Frank Niederstadt (Hannover), der Rechtsanwalt des BUND in dieser Sache. Das Gericht hat das Vorgehen der Kreisverwaltung beanstandet und damit den Abschuss ohne das vorherige Befreiungsverfahren untersagt. Eine gebietschutzrechtliche Befreiungsentscheidung für den Abschuss ist vorliegend erforderlich, da in den betroffenen Naturschutzgebieten Tiere geschützt sind und nicht getötet oder gestört werden dürfen.
Das Verwaltungsgericht hat im Beschluss eine Reihe von wichtigen Hinweisen gegeben: Zum einen hält es einen ausreichenden wissenschaftlich gestützten Nachweis, dass Kormorane den Rückgang von Fischarten im konkreten Gebiet bewirken, für erforderlich. Die Kormoranverordnung und der hierzu ergangene Erlass des Landesumweltministeriums ersetzen diese konkrete Beweisführung im Naturschutzgebiet nach Auffassung des Gerichtes nicht. Zum anderen bezweifelt das Gericht, ob ein Verlust an Fischen durch den Kormoran der Fischerei-Genossenschaft wirklich unzumutbar sei, er also im Naturschutzgebiet eine ungewollte Härte oder eine ungewollte Beeinträchtigung der Natur darstelle. (Quelle: ETN-ev.de)
Einmalige Tierrettungs-Aktion in Aegypten: Operationen bei 40 Grad in Bretterbude
In einer bislang einmaligen Tierrettungs-Aktion versorgte der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) gemeinsam mit Tierärzte und Studenten der Universität Gießen hunderte Straßen- und Nutztiere in Ägypten. Der Reiseveranstalter TUI hatte den ETN e.V. um Hilfe gebeten.
Welpenelend in der Wüste bei Dahab/Sinai. TUI informierte uns über die brutalen Tötungen von Straßenhunden in einer Ferienanlage 80 km südlich von Hurghada und im MagicLife-Ferienzentrum. Auch Nutztiere wie Dromedare, Esel und Pferde seien in einem teilweise katastrophalen Zustand. Hilfe war dringend geboten!
Gemeinsam mit einem Team aus Tierärzten und Studenten der Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere der Justus-Liebig-Universität Gießen wurde ein Aktionsplan erarbeitet. Dann hieß es für die Tierschützer, Veterinäre und Studenten: Auf nach Ägypten. Vor Ort wurde der Einsatz von zwei in Ägypten ansässigen Tierschützerinnen sehnsüchtig erwartet und begleitet - der Schweizerin Monique Carrera vom "Bluemoon Animal Center" und der Britin Janet Johnson, die im Sinai auf Hilfe für 450 Hunde wartete.
Ankunft im Sinai: Eine unwirkliche Gegend für Mensch und Tier. Das zwölfköpfige Team aus Tierärzten und Studenten arbeite zwei Wochen - teilweise unter extremen Bedingungen bei 40 Grad in der Wüste im Sinai und in Hurghada. Eine Gruppe musste in einer "Bretterbude" inmitten eines ausgetrockneten Wadis in der Wüste Sinai einen provisorischen Operationssaal einrichten. Mit Erfolg: 42 Nutztiere wie Dromedare, Esel und Pferde sowie 167 Straßenhunde und -katzen konnten medizinisch versorgt bzw. kastriert werden. Ein ägyptischer Tierarzt wurde zudem in Sachen Kastration ausgebildet. In den Hotelanlagen wurde der erste Schritt zu einem tierschutzgerechten Umgang mit Streunern gemacht.
In Zukunft sollen solche Tierrettungs-Aktionen in verschiedenen Ländern weitergeführt werden. Denn die Universität Gießen und der ETN e.V. sind sich einig: Ausbildung und angewandter Tierschutz sind eine gute Kombination. Im Namen der Tiere danken wir allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und das Engagement! (Quelle: ETN-ev.de - Weiter zum Artikel...)
Mit Prinzessin Maja von Hohenzollern im Kampf gegen Hundmassaker in Rumaenien - Brasov stellt Toetungen ein!
Es ist ein qualvoller Tod, den Abertausende rumänischer Straßenhunde in Brasov seit Monaten sterben. Zu Tode gespritzt mit dem Nervengift T61! Ein unvorstellbares Massaker, angeordnet vom neuen Bürgermeister der Stadt. In der Bevölkerung nennt man ihn bereits "Hunde-Ceausescu", denn er schreckt vor nichts zurück. Ob auf offener Straße oder in großen ehemaligen Schweinemastanlagen: Die eigens dafür eingesetzte Tötungseinheit geht brutal gegen die Tiere vor. Ein Schlachten, gegen das nicht nur rumänische Bürger und Tierschützer Sturm laufen! Im August reiste Prinzessin Maya von Hohenzollern als Tierschutz-Botschafterin mit dem ETN e.V. nach Rumänien, um das illegale Hunde-Massaker zu beenden.
Pressekonferenz in Brasov: "Stoppt dieses Hundemassaker!", forderte Maja von Hohenzollern mit Dieter Ernst (r.) und Wolfgang Stephanow (l.) vom ETN e.V.. gemeinsam mit den rumänischen Tierschützern.
Zuvor hatten in einer Hilfsaktion des ETN e.V. mit dem Bund gegen Missbrauch der Tiere, TASSO und unserem rumänischen Partner "Milioane de Prieteni" zahlreiche Proteste und Verhandlungen stattgefunden. Erst Mitte Juli war der ETN e.V. in Brasov und vereinbarte die Schließung der Tötungsstation. Stattdessen sollte das lokale Tierheim des ETN-Partners um zwei Bauten erweitert werden und die Streunerhunde aufnehmen. Die bereits angelaufenen Kastrationsaktionen der Straßenhunde sollte mithilfe der Tierschützer ausgedehnt werden, denn einzig so ließe sich das Streunerproblem wirklich lösen. Doch die Stadt hielt sich nicht an die Vereinbarung und tötete weitere Hunde.
Brasov gibt dem öffentlichen Druck nach
Begleitet von einem deutschen Kamerateam, gelang es Maja von Hohenzollern gemeinsam mit dem ETN e.V. in die streng gesicherte Tötungsanlage vorzudringen. Zu ertragen waren die Bilder kaum: Hunderte von Tieren, die nur auf den Tod warten, zusammengepfercht, ohne Wasser und Futter, Welpen, die einen langsamen, qualvollen Tod sterben ... In hartnäckigen Verhandlungen konnten einige der Todeskandidaten gerettet werden. Anschließend konfrontierte die Prinzessin die verantwortlichen Abteilungen der Stadt Brasov mit Foto- und Filmaufnahmen aus der Tötungsstation: "Rumänien ist seit 2007 Mitglied in der EU und muss sich jetzt auch gemäß EU-Recht und allgemein gültigen EU-Tierschutzprinzipien verhalten". Und tatsächlich stimmten die Verantwortlichen unter dem öffentlichen Druck der anwesenden Medien zu, das Töten einzustellen. Da Brasov nicht die einzige Stadt in Rumänien ist, die trotz Verbot noch immer gesunde Straßenhunde tötet, bekräftigte Prinzessin Maya von Hohenzollern noch einmal vor der versammelten Presse ihre Forderung: "Stoppt das Hunde-Massaker! So etwas darf es im zivilisierten Europa nicht geben!"
Zwei der geretteten Welpen nahm Prinzessin Maya von Hohenzollern direkt mit nach Deutschland und vermittelte sie in ein liebevolles Zuhause.
Wenn auch Sie einem Hund aus Brasov eine Zukunft schenken möchten, wenden Sie sich bitte an den Europäischen Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) unter der Rufnummer 0 56 72/92 16 39. (Quelle: ETN-ev.de - Weiter zum Artikel...)